Google AdWords - Häufige Fehler bei der Suchmaschinenwerbung

Häufige Fehler beim Umgang mit Google Ads.

Worauf Sie bei Google Ads achten sollten.

In unserem letzten Beitrag haben wir die Vorteile von Suchmaschinenwerbung mit Google AdWords aufgezeigt, Gründe für die Nutzung von AdWords dargelegt, sowie den Aufbau von AdWords Kontos erklärt. Diesmal wollen wir uns mit Stolperfallen dieser Form der Suchmaschinenwerbung beschäftigen und die Beziehung zwischen AdWords und Suchmaschinenoptimierung näher beleuchten.

Häufige Fehler bei Google AdWords

Manch einer ist der Meinung, Google AdWords sei eine erfolglose Geldverschwendung. Das stimmt allerdings so nicht. Wenn wir uns nämlich das AdWords Konto von Neukunden anschauen, fällt oft gleich auf, dass die Einstellungen falsch gewählt sind und Keywords nicht richtig geschaltet werden. Somit wird schnell unnötig Geld ausgegeben.

1. Kein spezifisches Link-Ziel gesetzt

Der Anzeigen-Link leitet Besucher auf die Startseite statt auf die spezifische Produktseite für das in der Anzeige beworbene Produkt. Das markierte Beispiel zeigt, dass die Anzeige nicht auf die Produktseite für Winterreifen weiterleitet, sondern nur auf die Startseite. Findet der potenzielle Kunde dann nicht gleich das gesuchte Produkt, springt er womöglich ohne einen Kauf wieder ab.

Achtung: Die grüne URL in den Anzeigen kann frei definiert werden. Diese muss nicht zwingend mit der URL übereinstimmen, auf die die Anzeige weiterleitet. In unserem Beispiel wird der Nutzer auf oponeo.de (Link der Anzeige) weitergeleitet und nicht auf oponeo.de/autoreifen (grüne URL). Die Werber haben sich in dem Fall also den URL-Zusatz „autoreifen“ ausgedacht, damit die Anzeige relevanter aussieht.

Unspezifisches Link Ziel

2. Falsche Keyword-Option gewählt

Keywords können in Google AdWords von weitgehend passend bis genau passend definiert werden. Damit wird eingegrenzt, wie groß die Toleranz der Abweichungen zwischen dem Anzeigen-Keyword und dem Keyword der Suchanfrage ist. Wenn ein Keyword ein hohes Suchvolumen aufweist, sollte auch das Keyword der Anzeige eher auf genau passend eingestellt werden. Sonst kann es passieren, dass viele Nutzer auf Ihre Anzeige klicken, diese aber für die Nutzer garnicht relevant ist.

Keyword Optionen

In diesem Beispiel hat der Jäger-Shop ein zu allgemein gehaltenes Keyword, für das seine Anzeigen geschalten werden. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Anzeige für die Nutzer relevant ist, da nach Damenkleidung allgemein gesucht wurde. Es sollte in diesem Fall eher die Keyword Option passende Wortgruppe oder genau passend gewählt werden, z.B. „hochwertige jäger kleidung damen“.

Keyword Optionen

3. Keine negativen Keywords definiert

Wie bereits in unserem anderen Blogbeitrag zu den Vorteilen von AdWords – unter Erfolgsmessung – erwähnt, kann es sinnvoll sein, völlig unpassende Begriffe auszuschließen. Hat ein Nutzer beispielsweise „kostenlose Möbel“ eingegeben, dann sollten Sie das Keyword „kostenlos“ auf die Liste der auszuschließenden Keywords setzen, wenn Sie Möbel verkaufen. Mit den negativen Keywords können Sie also gezielt beeinflussen, bei welchen Wortkombinationen keine Anzeige geschalten werden soll, um auch hier wieder die Relevanz für den Nutzer zu erhöhen. Unser Beispiel zeigt sehr gut, dass die Anzeige in diesem Kontext für den Nutzer absolut irrelevant ist.

Auszuschließende Keywords

4. Zu breite Anzeigengruppe erstellt

Wenn Sie ähnliche Anzeigen in Gruppen erstellen, sollten diese Anzeigengruppen schon spezifischer ausgerichtet sein. Beispielsweise könnte unser Möbelhersteller Anzeigen für „Gartenmöbel“ in eine Gruppe packen. Es wäre zu allgemein gehalten, hier lediglich Anzeigen für „Möbel“ zu machen, da es sich auch um Küchen-, Bad-, Wohn-, Arbeits-, oder Schlafzimmermöbel handeln könnte.

5. Kein Conversion-Tracking hinterlegt

Das AdWords-Conversion-Tracking zeigt Ihnen genau auf, in welchem Maß die Anzeigenklicks zu weiterführenden Handlungen seitens des Nutzers geführt haben. Handlungen könnten beispielsweise die Kontaktaufnahme per Kontaktformular, Anrufe oder Käufe sein. Sie sollten für Ihre Anzeigen ein bestimmtes Ziel definieren, das Sie mit der Anzeige erreichen möchten und eine dazupassende Conversion-Quelle – also die Handlung, die der Nutzer ausführen soll – auswählen.

Wenn Sie das Conversion-Tracking eingerichtet haben, können Sie die Effektivität messen, mit der Ihre Zielgruppe eine gewünschte Handlung ausführt. Dann können Sie auch optimal gegensteuern, wenn bestimmte Anzeigen zu keinen zielgerichteten Handlungen bei der Zielgruppe führen.

6. Irrelevante oder nicht ansprechende Anzeigentexte

Der Text Ihrer Anzeige ist der Schlüssel zum Erfolg. Es bringt wenig, wenn Sie zwar die richtigen Keywords für die Anzeige definiert haben, aber der Anzeigentitel und -text unpassend bzw. nicht ansprechend genug formuliert sind.

In unserem Beispiel sucht der Nutzer nach einem „Fitnesstudio für Frauen“. Das mit Google AdWords werbende Fitnesstudio hat zwar ein Angebot speziell für Frauen, aber das ist weder im Anzeigentitel noch im Anzeigentext erwähnt. Erst in der Anzeigenerweiterung taucht die Information auf. Auf den ersten Blick scheint es also, also wäre die Anzeige nicht relevant für die Suchanfrage, da der Zusatz „Frauen“ fehlt. Die für den Nutzer relevante Information ist so versteckt, dass dieser wahrscheinlich nicht auf die Anzeige klicken wird.

Irrelevante Anzeigentexte

Fazit: In der Anzeige müssen die für den Nutzer wichtigen Informationen prominent platziert und ansprechend formuliert werden.

7. Keine Kontinuität bei der Anzeigenverwaltung

Ganz wichtig ist eine Regelmäßigkeit. Das heißt es genügt nicht, zu Beginn eine AdWords Kampagne aufzusetzen und diese dann einfach unbeobachtet weiterlaufen zu lassen. Ganz im Gegenteil. Eine erfolgreiche Kampagne benötigt fortlaufende Optimierungen.

Die Konkurrenz schläft nicht und setzt zunehmend Adwords Werbung ein. Schließlich liefert ihnen Google quasi den Kunden auf dem silbernen Tablett. Denn ein Kunde der bereits bei Google nach einem Produkt oder einer Dienstleistung sucht, hat einen Bedarf den er stillen möchte. Er sucht nur noch jemanden, der dies übernimmt.

Die Anzeige muss den Kunden also nur noch auf die Website locken, wo er seine Bestellung aufgeben kann. Um oberhalb der Konkurrenz platziert zu werden ist es wichtig, die Kampagnen stetig zu optimieren.

Warum AdWords ohne SEO nicht funktioniert

Nun stellt sich noch die Frage, ob durch eine gute AdWords Kampagne auf SEO verzichtet werden kann, da die AdWords Anzeigen ja sowieso über den SEO-Ergebnissen erscheinen. Die klare Antwort ist NEIN. SEO und SEA hängen nämlich miteinander zusammen – und eine AdWords Kampagne kann nur mit einer SEO-optimierten Webseite Erfolge verzeichnen.

Doch wieso ist das so? Die größte Rolle spielt dabei der Qualitätsfaktor. Dieser Faktor gibt einen Eindruck darüber, wie Google die Qualität ihrer Anzeigen und Zielseiten einschätzt. Dies geschieht auf Keywordebene. Die Qualität der Zielseite spielt dabei eine entscheidende Rolle auf den Qualitätsfaktor. Diese Qualität hängt viel von den vorgenommenen SEO-Maßnahmen ab. Darüber hinaus spielt der Qualitätsfaktor eine Rolle für den CPC cost-per-click, zu deutsch Kosten pro Klick, d.h. vereinfacht gesagt: wird der Qualitätsfaktor durch eine gute Zielseite erhöht, sinkt der CPC.

Einfach gesagt heißt das also: Je besser der Inhalt der Zielseite zur Anzeige passt, desto weniger Werbeausgaben haben Sie für einen Klick. Deshalb ist die Beziehung von Suchmaschinenoptimierung und AdWords kein entweder bzw. oder, sondern ein und.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen AdWords ein bisschen näher bringen.

In unserem Blog beschäftigen wir uns mit der ganzen Welt des Online-Marketings: Wir behandeln Aktuelles und Dauerbrenner, rund um SEO, SEA, Social Media und Webdesign. Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Folgen Sie uns auf Facebook!

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